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Geschätzte Sympathisanten zur Abschaffung der Sonderjagd

Die Volksinitiative zur Abschaffung der Sonderjagd, welche mit über 10 000 beglaubigten Unterschriften eingereicht wurde, ist am 9. Februar 2015 vom Grossen Rat als ungültig erklärt worden, mit der Begründung, die Initiative verstosse gegen Bundesrecht. Die Debatte im Rat wurde sehr heftig und emotional geführt. Die Redner schweiften oft vom Thema ab. Das Initiativkomitee kann diesen Entscheid nicht akzeptieren, weil der Bund dem Kanton nicht vorschreibt, wie er die Jagd zu regeln hat. Die Abschaffung der Sonderjagd ist ja nur eine kleine Korrektur in der Bejagung des Wildes, aber ein grosser Schritt zur Verbesserung der Jagdethik und für die Winterruhe der Wildtiere. Die unter tierethischen Gesichtspunkten höchst fragliche Sonderjagd im November und Dezember ist zu einer eigentlichen Hochjagd mutiert.

Wir vom Initiativkomitee sind der festen Überzeugung, dass die Initiative nicht für ungültig erklärt werden kann, da sie nicht offensichtlich gegen Bundesrecht verstösst.
Der bei der Regierung eingegangene Auftrag von Grossrat Kasper, die Hochjagd im Oktober um vier Tage zu verlängern, wäre zwar ein Schritt in die richtige Richtung, kann aber unsere Anliegen nicht ganz erfüllen. Mittlerweile hat sich aber Grossrat Kasper von seinem eigenen Auftrag an die Regierung distanziert (vgl. Leserbrief: „Christian Kasper – ein jagdpolitischer Wendehals“). Wo bleibt die Glaubwürdigkeit eines vereidigten Politikers?

Zur Erreichung unseres Zieles blieb uns nur der Weg ans Verwaltungsgericht. Unser Rechtsberater, Dr. Michael Kneller hat Anfang März 2016 eine Verfassungs- und Stimmrechtsbeschwerde betreffend Entscheid des Grossen Rates vom 9. Februar 2016 beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden eingereicht. . Mit Datum vom 5. Juni 2016 folgte eine 60-seitige Replik unsererseits auf die Antwort aus der Kanzlei des Grossen Rates. Wir waren zuversichtlich, dass die kompetenten Argumente von Dr. Kneller nur schwer zu kontern sein würden. Trotz allem ist der Entscheid des Verwaltungsgerichtes zu Ungunsten unserer Initiative ausgefallen. Mit Urteil vom 8. März 2016 hat das Verwaltungsgericht unsere Beschwerde abgewiesen und damit die Initiative für ungültig erklärt, da sie gegen Bundesrecht verstosse.
Nun bleibt uns nur noch der Gang ans Bundesgericht, was aber mit weiteren, erheblichen Kosten verbunden ist. Da wir aber an die Gültigkeit unserer Intiative glauben, müssen wir diesen Weg beschreiten.

Die von unserem Rechtsberater Dr. Michael Kneller am 3. Mai 2016 eingereichte Stimmrechtsbeschwerde an das Bundesgericht stellt folgenden Antrag:
„Es sei das Urteil des Verwaltungsgerichtes Graubünden vom 8. März 2016 aufzuheben und der Grosse Rat anzuweisen, die Initiative betreffend Änderung von Art. 11 KJG neu (Kantonales Jagdgesetz) den Stimmbürgern zur Abstimmung vorzulegen“.
Bis sich das Bundesgericht mit der Beschwerde befassen wird, dürfte noch ein paar Monate dauern, da die Gegenpartei, das Büro des Grossen Rates, bereits um eine Fristerstreckung beim Bundesgericht nachgesucht hat. Die Frist wurde bis zum 9. September 2016 erstreckt. Es scheint, als wären der Gegenpartei die Argumente ausgegangen.

Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere Initiative nicht gegen Bundesrecht verstösst, weil der Bund dem Kanton nicht vorschreibt, wie er die Jagd zu regeln hat.

Nun sind wir aber auch auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen. Jeder kleinere oder grössere Beitrag hilft uns, den eingeschlagenen Weg ans Bundesgericht zu finanzieren.

Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen herzlich.

Sonderjagdkommitee
c/o Christian MathisDorfstrass 11
7240 Küblis

Bankverbindung: GKB Chur- Konto 70-216-5 IBAN CH17 0077 4010 2660 8410 0