Volksinitiative zur Abschaffung der Sonderjagd (Sonderjagdinitiative)

Im Kantonsamtsblatt veröffentlicht am 7. März 2013

Die unterzeichneten Stimmberechtigten stellen gestützt auf Art. 12 Abs. 2 der Kantonsverfassung folgendes Begehren:

Der Wortlaut des Volksbegehrens lautet:

Art. 11 Kantonales Jagdgesetz (KJG)
1 Die Regierung legt die Jagdzeiten in den Zeiträumen gemäss Abs. 2 derart fest, dass die Abschusspläne innert möglichst kurzer Zeit, auf alle Fälle während der ordentlichen Hochjagd, vollumfänglich erfüllt werden können. Dabei sind diese so zu planen, dass die Wildbestände unter Einbezug der Wildasyle und deren Lage, ohne Sonderjagd reguliert werden können.

2 Die Jagdzeiten sind in folgenden Zeiträumen anzusetzen:
a)Hochjagd: In den Monaten September und Oktober, insgesamt höchstens 25 Tage, mit der Möglichkeit von Jagdunterbrüchen für die Dauer von mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen.

Abs. 4 und 5 streichen (beziehen sich im KJG auf die Sonderjagd)

Begründung:
Wir Jäger, Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind mit dem Ergebnis der Sonderjagd nicht zufrieden und verlangen von der Regierung eine Verbesserung für das Wild. In den letzten Jahren ist es der Regierung und den Jagdplanern nicht gelungen, die Wildbestände während der ordent-lichen Hochjagd zu regulieren. Als Folge davon wurde in den letzten Jahren ausnahmslos eine Sonderjagd angeordnet, in der Sonderjagd 2012 über 1600 Hirsche. Während dieser Sonderjagd kam es jedenfalls zu moralisch, ethisch und jagdlich verwerflichen Szenen und Vorkommnissen. Diesem verpönten Treiben ist durch die Aufhebung/Abschaffung der Sonderjagd ein Ende zu setzten. Die Regelung am Wildbestand hat deshalb forthin während der ordentlichen Hochjagd zu erfolgen. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, sind die Jagdbetriebsvorschriften anzupassen.